Jahrgangsfoto des Einstellungstermins Oktober 2023 ©Fotostudio Röder-Moldenhauer

Studienabschluss in Hachenburg: Nachwuchskräfte für Bundesbank und Bafin feierlich verabschiedet

Rektor Andreas Kremer informiert zu den erzielten Ergebnissen des Jahrgangs ©Fotostudio Röder-Moldenhauer
Rektor Andreas Kremer informiert zu den erzielten Ergebnissen des Jahrgangs
Bei spätsommerlichem Wetter verabschiedete die Hochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg 62 Absolventinnen und Absolventen offiziell in einer Feierstunde. Der Vortragssaal war bis auf den letzten Platz besetzt: Neben den erfolgreichen Studierenden hatten sich Angehörige und Lehrende sowie weitere Gäste aus Bundesbank und Bafin eingefunden, um diesen wichtigen Meilenstein gemeinsam zu würdigen. Für den musikalischen Auftakt sorgte das Akzent-Quartett mit Antonín Dvořáks „Humoresque No. 7“. Professor Andreas Kremer, Rektor der Hochschule, betonte in seiner Begrüßung, das Musikstück verbinde Leichtigkeit und Tiefe und bilde den passenden Rahmen für den Rückblick auf drei intensive Studienjahre mit anspruchsvollen Studieninhalten, Praxisphasen, Prüfungen und vielen persönlichen Erfahrungen. Und deshalb ist heute ein Tag des Feierns, des Stolzes und des Aufbruchs. 

Der Jahrgang startete im Oktober 2023 mit 71 Studierenden der Deutschen Bundesbank und sechs Studierenden der Bafin, die seit Jahrzehnten ebenfalls Nachwuchskräfte zum Studium nach Hachenburg entsendet. Nach einem kurzen Rückblick richtete Andreas Kremer den Blick auf die nun kommende Zeit: Die Absolventinnen und Absolventen erhielten neben dem akademischen Grad Bachelor of Science auch die Laufbahnbefähigung für den gehobenen Bankdienst. 

Neben der fachlichen Qualifikation seien auch die während des Studiums entstandenen Kontakte, Freundschaften und Netzwerke ein wertvolles Fundament für den weiteren Berufsweg. Damit starten Sie als Teil eines besonderen Netzwerks aus „Hachenburgern“ in Ihre berufliche Zukunft bei der Deutschen Bundesbank und der Bafin, schloss Kremer seine Ansprache und übergab das Wort an die Festrednerin.

Verantwortung übernehmen und Wandel gestalten

In ihrer Festrede stellte Silke Deppmeyer, Exekutivdirektorin des Geschäftsbereichs Innere Verwaltung bei der Bafin, die Veränderungen in Arbeitswelt und Finanzbranche in den Mittelpunkt. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz eröffneten neue Möglichkeiten, machten die Aufgaben von Finanzaufsicht und Zentralbank jedoch zugleich komplexer.

Exekutivdirektorin Silke Deppmeyer während ihres Festvortrags am 24. September 2026 ©Fotostudio Röder-Moldenhauer
Exekutivdirektorin Silke Deppmeyer während ihres Festvortrags am 24. September 2026
Gerade in einer zunehmend vernetzten und fragilen Welt seien gut ausgebildete Fachkräfte gefragt, die technisches Wissen mit Verantwortungsbewusstsein, Urteilsvermögen und Empathie verbänden. Ihr Wissen über Finanzsysteme, Geldpolitik und Aufsicht bildet eine wesentliche Grundlage für Ihre künftigen Aufgaben – sowohl bei der Deutschen Bundesbank als auch bei der Bafin, sagte Deppmeyer. Zugleich unterstrich sie, dass wirksame Regulierung und Aufsicht Innovation nicht entgegenstehen müssten. Verständliche und effizient angewandte Regeln könnten Vertrauen schaffen und damit neue Technologien sowie Geschäftsmodelle fördern.

Zum Abschluss richtete Silke Deppmeyer einen persönlichen Appell an die Absolventinnen und Absolventen: Bleiben Sie offen für neue Aufgaben – auch dann, wenn diese zunächst ungewohnt oder herausfordernd erscheinen. Der Wandel ist kein Sprint, sondern ein gemeinsamer Marathon. Er bietet die Chance, die Zukunft der Finanzaufsicht aktiv mitzugestalten.

Auszeichnung für die Besten des Jahrgangs

Fynn Heitmann und Sarah und geben einen humorvollen studentischen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre ©Fotostudio Röder-Moldenhauer
Fynn Heitmann und Sarah und geben einen humorvollen studentischen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre
Den studentischen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre gestalteten Sarah Keitzl und Fynn Heitmann humorvoll und persönlich. Ein weiterer Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Jahrgangsbesten: Silke Deppmeyer und Rektor Andreas Kremer gratulierten Fynn Heitmann zum besten Gesamtergebnis mit der Note „sehr gut“. Lilly Wende (Bafin) und Astore Mocci folgten mit der Gesamtnote „gut“.

Besonders überzeugende Ergebnisse erzielte der Jahrgang in den Vertiefungsstudien mit Prüfungsformaten, die die aktive Teilnahme förderten. Der Rektor hob hervor, dass insbesondere schriftliche Ausarbeitungen, Präsentationen und die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich zu vermitteln, für den beruflichen Alltag von großer Bedeutung seien.

Silke Deppmeyer und Rektor Andreas Kremer gratulierten den Jahrgangsbesten: Fynn Heitmann, Lilly Wende (Bafin) und Astore Mocci (v.l.n.r.) ©Fotostudio Röder-Moldenhauer
Silke Deppmeyer und Rektor Andreas Kremer gratulierten den Jahrgangsbesten: Fynn Heitmann, Lilly Wende (Bafin) und Astore Mocci (v.l.n.r.)
Im Anschluss an die Verleihung der Bachelorurkunden erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Ernennungsurkunden zur Bundesbankinspektorin beziehungsweise zum Bundesbankinspektor sowie zur Regierungsinspektorin beziehungsweise zum Regierungsinspektor.

Die Hochschule der Deutschen Bundesbank wünscht allen Absolventinnen und Absolventen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Freude und Glück.