Teilnehmer vor einer Bühne ©Torsten Schreiber

International Week on Central Banking in Hachenburg

Im Rahmen ihrer internationalen Vernetzung kooperiert die Hochschule der Deutschen Bundesbank mit der Tsinghua University PBC School of Finance (China), der University of Toulon (Frankreich), der University of Turin (Italien) und der SGH Warsaw School of Economics (Polen). Seit einigen Jahren ist die International Week on Central Banking fester Bestandteil des Programms der Hochschule. Auch in diesem Jahr entsandten die Partnerhochschulen Studierende und Delegationsleitungen nach Hachenburg.

Teilnehmer der Veranstaltung auf der Bühne ©Christof Wolf
Competition Shark Tank
Im akademischen Programm, das von Professor Andreas Höfer von der Bundesbank-Hochschule organisiert wurde, setzten sich die 50 Gaststudierenden gemeinsam mit über 60 Studierenden der Hochschule mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen von Banken sowie mit der Rolle der Zentralbanken in der Bankenaufsicht auseinander. In einer Einführungsvorlesung sowie in einer Deepening Lecture von Professor Höfer lernten die Studierenden, wie Risiken in Geschäftsbanken identifiziert und quantifiziert werden. In gemischten Kleingruppen analysierten deutsche und ausländische Studierende anschließend jeweils eine bedeutende Bank aus China, Deutschland, Frankreich, Italien oder Polen.

Im Finale des sogenannten „Shark Tank“ (in Deutschland als „Die Höhle der Löwen“ bekannt) präsentierten die Teams ihre Bank in kurzen Pitches. Anschließend stellten sich die Studierenden den kritischen Fragen von acht „Sharks“ – ausländischen und deutschen Professorinnen und Professoren beziehungsweise Delegationsleitungen. Den Sieg errang das internationale Team, das eine große deutsche Geschäftsbank analysiert hatte.

Teilnehmer der Veranstaltung auf einer Brücke ©Christof Wolf
Walk & Talk Marienstatt
Neben dem akademischen Programm hatten die Studierenden ausreichend Zeit, einander kennenzulernen. Beim gemeinsamen Walk & Talk wanderten sie zum Kloster Marienstatt oder erkundeten die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz – inklusive Seilbahnfahrt. Höhepunkt des gegenseitigen Kennenlernens war der Evening of Cultures, bei dem die 18 chinesischen, 14 französischen, zehn polnischen und zehn italienischen Studierenden ihre Heimatländer mit Speisen oder Gesang (Karaoke) präsentierten, während ihre deutschen Gastgeberinnen und Gastgeber – allesamt Studierende des Vertiefungsstudiums 1 – ihre Heimatregionen bzw. Bundesländer mit traditionellen Gerichten und Getränken kulinarisch vorstellten.

Am letzten Tag der Internationalen Woche fuhren die Gäste zur Zentrale der Deutschen Bundesbank nach Frankfurt, wo ein Vortrag des Zentrums für internationalen Zentralbankdialog angeboten wurde und ein Besuch des Geldmuseums auf dem Programm stand. 

Rektor Andreas Kremer resümiert: Die Internationale Woche ist für mich ein Höhepunkt des akademischen Jahres. Sie zeigt eindrucksvoll, welche Kraft in der Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit vielfältigen Perspektiven steckt. Dieser Austausch bereitet unsere Studierenden ideal auf eine global vernetze Zukunft vor. Besonders beeindruckt mich jedes Jahr die Offenheit, mit der unsere Gäste und Studierenden aufeinander zugehen – und wie daraus Freundschaften entstehen, die weit über diese Woche hinausreichen.