Empfang Amtseinführung ©Sascha Ditscher

„Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Bundesbank“

Wir freuen uns sehr über diese Besetzung, das sagte Sabine Herrmann, Leiterin des Zentralbereichs Personal, als sie die offizielle Einführung des neuen Hochschulrektors Andreas Kremer im Vortragssaal in Hachenburg eröffnete.

Sabine Herrmann ©Sascha Ditscher
Sabine Herrmann, Leiterin des Zentralbereichs Personal, betonte die Verbundenheit zwischen der Bundesbank und Hachenburghschule weit mehr als nur reine Wissensvermittlung, sie ist vielmehr ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Bank.

Gekommen waren mehr als 100 geladene Gäste aus Politik und Hochschullandschaft sowie Lehrende, Beschäftigte und Studierende der Hochschule der Bundesbank. Sabine Herrmann spannte auch einen Bogen zur Verabschiedung des langjährigen Rektors Erich Keller im Dezember 2025: Dort wurde mir wieder einmal bewusst, dass viele Menschen in der Bundesbank sehr mit dieser Hochschule verbunden sind und sich mit viel Herzblut für sie einsetzen. Und gleichzeitig wurde auch deutlich, wie groß die Verbundenheit der Hochschule mit der Stadt Hachenburg und der gesamten Region ist.

Lutz Lienenkämper ©Sascha Ditscher
Für Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper bietet die Hochschule weit mehr als nur reine Wissensvermittlung, sie ist vielmehr ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Bank.

Diesen Faden nahm auch Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper auf, in dessen Zuständigkeitsbereich auch die Hochschule fällt: Hachenburg hat eine überragende Bedeutung für die Bundesbank. Die Einrichtung sei weit mehr als ein Ort der Wissensvermittlung: Sie ist ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Bundesbank – und damit auch für die Stabilität unseres Finanzsystems. Die Hochschule sei einerseits Bindeglied zwischen der Bundesbank und Region, andererseits stehe sie auch für Qualität, Praxisnähe und internationale Vernetzung. Gerade der demografische Wandel mache die Bedeutung sichtbar: In den nächsten zehn Jahren gehen ein Drittel unserer Beschäftigten in den Ruhestand. Wir brauchen neue Kolleginnen und Kollegen. Das sind gute Voraussetzungen für Hachenburg. Sein Fazit war eindeutig: Wenn es die Hochschule nicht bereits geben würde, müsste man sie erfinden.

Bewährtes weiterführen, neue Ideen einbringen

Das Vorstandsmitglied zeigte sich auch überzeugt davon, dass der neue Rektor Andreas Kremer seine neue Aufgabe sehr gut meistern werde: Sie werden Bewährtes weiterführen, neue Ideen einbringen und wertvolle Impulse setzen. Dafür erhielt er vom Publikum langanhaltenden Applaus – genauso, als er wenig später bekannt gab, dass Professor Anke Lenk, die Leiterin des Prüfungsamts, neue Konrektorin der Hochschule werde. Mit Anke Lenk rückt erstmals in der Geschichte der Hochschule in Hachenburg eine Frau in die Leitung auf.

Andreas Kremer dankte in seiner Ansprache für das Vertrauen, das ihm der Vorstand und der Zentralbereich Personal entgegengebracht habe. Er räumte ein, dass er in seiner Anfangszeit als Professor in Hachenburg 2016 durchaus mit der Institution gefremdelt habe: Als Steuerberater kam ich aus einer anderen Welt. In den ersten Wochen habe ich gelegentlich gedacht: Wo bist Du hier gelandet? Aber: Erkenntnis braucht Zeit und Interesse. So habe er sich im Laufe der Zeit zum „bekennenden Fan“ der Hochschule entwickelt, angefangen von den kleinen Gruppen, den kurzen Wegen über die enge Verzahnung von Theorie und Praxis bis hin zur internationalen Kooperation.

Diese internationale Kooperation möchte der neue Hochschulrektor ausbauen, aber auch – vor dem Hintergrund von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung – die Qualität der Lehre sichern. Er würdigte auch die Forschung in Hachenburg: Viele Studierende haben gemeinsam mit Lehrenden Studien publiziert und diese auf internationalen Tagungen präsentiert.

Eine echte Herzensangelegenheit

Andreas Kremer ©Sascha Ditscher
Für den neuen Rektor Andreas Kremer ist die Hochschule Hachenburg eine „echte Herzensangelegenheit“.

Aber der neue Rektor dankte auch seinem langjährigen Vorgänger Erich Keller, von dem er „viel gelernt“ habe und der ihm ein Haus in einem einwandfreien Zustand hinterlassen habe. Dann wandte er sich mit einem Schmunzeln im Gesicht an seine künftige Stellvertreterin Anke Lenke: Eine Aufgabe der Stellvertreterin ist es, den Rektor im Zaum zu halten, insbesondere dann, wenn seine Ideen zu ambitioniert sind. Und zum Schluss gab der neue Rektor noch einen Einblick in seine Gefühlswelt: Die Hochschule ist für mich eine echte Herzensangelegenheit und ich habe vor, hier noch lange zu wirken.