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Alumini Portrait

Alumini Portrait

Foto von Stefan Rüscher

Stefan Rüscher
Abschlussjahrgang 09/2003





Werdegang

  • 08/1998 - 07/2000
    Ausbildung zum Bankkaufmann
  • 08/2000 - 03/2001
    Mitarbeiter der Bundesbank im Zahlungsverkehr
  • 04/2001 - 08/2003
    Studium an der Fachhochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg
  • 09/2003 - 10/2014
    Institutsbetreuer im Sachgebiet Regional-, Spezial- und Auslandsbanken in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Nordrhein-Westfalen
  • seit 11/2014
    Bundesbank-Mitglied in zwei Joint Supervisory Teams der Euopäischen Zentralbank, Dienstort Düsseldorf

Interview

Welche Aufgaben nehmen Sie derzeit wahr?

Derzeit bin ich Mitglied in zwei Joint Supervisory Teams (JSTs) der EZB, die jeweils einen großen europäischen Bankkonzern beaufsichtigen. Leiter des einen JSTs ist übrigens ein Alumnus meines Jahrgangs, der jetzt für die EZB arbeitet! Innerhalb der JSTs bin ich mit den Kollegen von BaFin und Bundesbank, die auch Mitglied in diesen JSTs sind, vorrangig für die laufende Aufsicht über die deutschen Tochterbanken in diesen Bankkonzernen verantwortlich. Darüber hinaus werden derzeit in den JSTs, die erst im November 2014 die operative Arbeit aufgenommen haben, Expert Groups für bestimmte Risiken gebildet, die länderübergreifend und themenspezifisch arbeiten. Durch die Arbeit in diesen Expert Groups erhält jedes JST-Mitglied auch interessante Einblicke auf Konzernebene. Gewisse Herausforderungen sind die tägliche Arbeit auf Englisch und die stärker quantitative Herangehensweise der EZB. Richtig spannend ist die Arbeit in einem JST aber auf jeden Fall, insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit Kollegen der EZB und anderen nationalen Aufsichtsbehörden.

Inwiefern hat Sie das Studium an der Hochschule der Deutschen Bundesbank auf die Anforderungen im Beruf, insb. in Ihrer derzeitigen Funktion, vorbereitet?

Das Studium in Hachenburg bietet eine profunde Vorbereitung für eine spätere Tätigkeit in der Bankenaufsicht, ohne die anderen Geschäftsbereiche der Bundesbank und allgemeine betriebswirtschaftliche Themen zu vernachlässigen. Der Ausblick, die Studieninhalte tatsächlich im Beruf anwenden zu können, motiviert dabei im Studium zusätzlich. Ein Einstieg in die Bankenaufsicht ist für Hachenburger erfahrungsgemäß einfacher als für "Externe".

Wie hat Sie das Studium an der HDB geprägt?

Vielleicht war der Aufenthalt für die Fachstudien in Hachenburg mit gerade einmal anderthalb Jahren zu kurz, um davon entscheidend geprägt zu werden. Die Hochschule tritt nach meinem Eindruck auch nicht mit dem Anspruch an, die Studenten zu prägen, sondern Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln bzw. zu entwickeln.

Was war die größte Herausforderung während Ihrer Studienzeit?

Die größte Herausforderung war sicherlich, dem Studium die erforderliche Zeit zu widmen und gleichzeitig das umfangreiche Freizeitangebot in Hachenburg, insbesondere im Bereich Sport, zu nutzen. Auf den Straßen um Hachenburg habe ich viele Ausflüge mit dem Rennrad gemacht, wir haben oft Tennis gespielt und den für die Studenten angebotenen Tanzkurs habe ich auch besucht. Die Zeit in Hachenburg ging einfach viel zu schnell vorbei! Für einige Kommilitonen waren aber die vielen und langen Fahrten zwischen dem Heimatort und Hachenburg eine Herausforderung, genauso wie das ungewohnte internatsähnliche Leben auf dem Campus.

Fühlen Sie sich heute noch "Ihrer" Hochschule verbunden?

Natürlich! Die guten Erinnerungen an die Hachenburger Zeit werden immer wieder wach, wenn ich für eine kleine Praxis-Lehrveranstaltung nach Hachenburg fahre. Eine sehr positive Erfahrung ist auch das Wiedersehen von Alumni des gleichen Jahrgangs in der Berufspraxis, weil sich durch die Zeit an der Hochschule der Bundesbank ein richtiger Teamgeist entwickelt hat.

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