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Alumini Portrait

Alumini Portrait

Foto von Janina Giebhard

Janina Giebhardt
Abschlussjahrgang 09/2005





Werdegang

  • 10/2005 - 05/2011
    Zentralbereich Statistik, Gruppe Bestandsstatistik über Direktinvestitionen; Lehrtätigkeit im Ausbildungszentrum in Eltville für den Bankbetriebsdienst (Finanzmathematik);
  • 10/2006 - 07/2010
    Zweitstudium der Wirtschaftspädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt; Abschluss als Diplom-Handelslehrerin
  • 05/2011 - 05/2013
    Repräsentanz der Deutschen Bundesbank in New York
  • 05/2013 - 06/2015
    Zentralbereich Statistik, Gruppe Statistik über Wertpapierinvestments
  • seit 06/2015
    Zentralbereich Finanzstabilität, Stabsstelle

Interview

Welche Aufgaben nehmen Sie derzeit wahr?

Momentan arbeite ich in der Stabsstelle des Zentralbereichs Finanzstabilität und bin für die zentralbereichsintere und -übergreifende Koordinierung zuständig.

Inwiefern hat Sie das Studium an der Hochschule der Deutschen Bundesbank auf die Anforderungen im Beruf, insb. in Ihrer derzeitigen Funktion, vorbereitet?

Während meines Studiums in Hachenburg habe ich umfangreiche Kenntnisse über betriebs- und volkswirtschaftliche Themenbereiche erworben, die ich bisher bei meinen verschiedenen Tätigkeiten stets gut anwenden konnte. Auch bei den drei hausinternen Vorstellungsgesprächen habe ich auf die Inhalte meiner schwergewichtigen "Hachenburg-Ordner" zurückgreifen können. Darüber hinaus entwickelt man im Studium natürlich nicht nur fachbezogene Kompetenzen, sondern lernt auch systematisch zu arbeiten und eigenständig und zielführend zu recherchieren.
Insbesondere habe ich auf Grund des vorgegebenen straffen Zeitrahmens die Fähigkeit erworben, bei umfangreicher Stofffülle den Überblick zu behalten und das Wesentliche zu extrahieren.
Von großem Vorteil ist das dual angelegte Studium auch deshalb, weil man während der Praxisphasen an verschiedenen Standorten und Einsatzgebieten einen sehr guten Überblick über die Struktur und die verschiedenen Aufgabengebiete der Bundesbank erhält und vielfältige Kontakte knüpfen kann. Dies hat sich für mich insbesondere in meiner Zeit in der Repräsentanz in New York als sehr nützlich erwiesen: Ich konnte Themen schnell einordnen und die Zuständigkeiten und Positionen auch nach außen sachgerecht kommunizieren.

Wie hat Sie das Studium an der HDB geprägt?

Es hat mich insofern geprägt, als ich gelernt habe, systematisch und übergreifend zu lernen und nebenbei einen gesunden "Abwechslungsmechanismus" zwischen Aktenstudium und Schlosskellerbesuchen zu entwickeln. Während dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, hervorragend im Team zu lernen und zu arbeiten. Diese Begegnungen sind so nachhaltig, dass ich auch heute noch Kontakt und sehr gute Freundschaften zu vielen Kommilitonen pflege. Das gemeinsame Leben - das Wohnen, Lernen und Feiern im Schloss - hat eine enge Gemeinschaft geschaffen, so dass man auch heute noch gern auf das entstandene Netzwerk zurückgreift.

Was war die größte Herausforderung während Ihrer Studienzeit?

Die Abschlussprüfung am Ende des Studiums - die sogenannte LAPO. Man musste die kompletten Inhalte des Studiums an vier Prüfungstagen abrufbereit haben. (Dies hat sich seit Einführung des Bachelorstudiums allerdings geändert.) Außerdem war es eine Herausforderung, das Repertoire an deutschen Dialekten zu erweitern. Spätestens nach der LAPO weiß jeder Hachenburger, dass "Dreiviertel acht" nichts anderes ist als "Viertel vor acht" und dass gerade die Berliner nicht "Berliner" zu ihren "Pfannkuchen" sagen, die in Hessen auch als "Kreppel“ bekannt sind.

Fühlen Sie sich heute noch "Ihrer" Hochschule verbunden?

Ich fühle mich noch sehr verbunden mit "meiner" Hochschule und komme sehr gern für Fortbildungsveranstaltungen auf das Schloss zurück. Im Zentralbereich Statistik war ich Tutorin für Studenten, die dort ihre Praxisphase verbringen. Ich kümmerte mich sehr gerne um sie, da ich weiß, wie wichtig es ist, Erfahrungen aus der Praxis mitzunehmen - und die Erkenntnis, dass die Statistik in der Praxis doch nicht so trocken ist, wie es sich in der Theorie anfühlen mag. Viele Studenten kehren nach ihrem Abschluss daher gern in unsere Abteilung zurück.
Außerdem werde ich durch den indirekten Kontakt zu Hachenburg auf dem Laufenden gehalten und über Weiterentwicklungen im Studienangebot informiert.

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