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Vorlesung zur Geldpolitik in Korea

Vorlesung zur Geldpolitik in Korea

Der Leiter der koreanischen Zentralbankrepräsentanz in Frankfurt, Young Tai Kim, und sein Mitarbeiter  Heungsoong Jung haben im Juni die Hochschule in Hachenburg besucht. Auf dem Programm standen ein Austausch mit dem Rektorat und Lehrenden und ein Vortrag für Studierende. In der Vorlesung stellte Kim dar, wie die koreanische Zentralbank gegenwärtig die Geldmenge steuert. Er ging zudem darauf ein, wie die Geldpolitik in der Asienkrise von 1997/1998 sowie in der globalen Finanzkrise 2008 agiert hatte. Die sehr angeregte Diskussion im Anschluss nutzten die Studierenden auch dazu, den Umgang mit dem Niedrigzinsumfeld oder die Annäherungen zwischen Nord- und Südkorea zu hinterfragen. „Die Vorlesung war für unsere Studierenden außerordentlich wertvoll, konnten sie so doch Vergleiche ziehen, was andere Zentralbanken in der Geldmengensteuerung oder im Umgang mit Krisen anders gemacht haben als wir in Europa“, so Prof. Dr. Andreas Igl.

Ein gemeinsames Mittagessen sowie ein anschließender Rundgang durch das Schloss rundeten den Besuch der Delegation der Bank of Korea ab.

Die Deutsche Bundesbank pflegt seit mehreren Jahrzehnten einen intensiven Austausch mit der Zentralbank aus Südkorea. Unter anderem besuchte Vorstandmitglied Burkhard Balz kürzlich auch die Bank of Korea Academy, das Aus- und Weiterbildungszentrum der Zentralbank, in Incheon. Aufgrund dieser jahrelangen guten Beziehungen gehört es beinahe schon zur Tradition, dass die Leitung der Repräsentanz der Bank of Korea, während ihrer Amtszeit in Deutschland der Bundesbank-Hochschule einen Besuch abstattet. Einerseits informieren sich die Repräsentanten dabei selbst über die Studienbedingungen und den Bachelorstudiengang Zentralbankwesen, andererseits bringen sie den Studierenden vor Ort im Rahmen eines Vortrags die Arbeitsweise und Organisation der Bank of Korea näher.

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