Service Navigation

Freudige Bachelor-Feier in Hachenburg

Gruppenfoto der Bachelor-Absolventen

Freudige Bachelor-Feier in Hachenburg

24.09.2015

Hätten Sie es gedacht? Es gibt mehr Nobelpreisträger als Bachelor-Absolventen in Hachenburg: Während in den drei Jahren seit der Bachelor-Einführung gut 160 Bachelor-Urkunden ausgehändigt wurden, gibt es schon mehr als 600 Nobelpreisträger. Mit diesen und anderen kabarettistischen Einlagen brachten Christopher Walther und Lisa Ferrara, die als Vertreter der 53 Bachelor-Absolventen auf der Feierstunde in Hachenburg sprachen, die Zuhörer zum Schmunzeln. Ihre Ausführungen beendeten sie schon in Mario-Draghi-Manier; ihrem Rahmen ihres Dienstvertrages würden sie künftig alles dafür zu tun, dass der Euro stabil bleibe: "Und glauben Sie uns, es wird genügen." Für diesen humorigen Vortrag ernteten sie direkt im Anschluss mehr als genügend Applaus vom Publikum.

Kein Mitleid vom Ur-Westerwälder

Festredner Reinhold Stahl, Leiter des Zentralbereichs Statistik, überraschte die Zuhörer gleich zu Beginn seiner Ansprache: "Ich bin wohl der einzige Ur-Westerwälder in diesem Raum. ... Das heißt, von mir sind keine Worte des Mitleids für Sie zu erwarten, dass Sie den harten Winter und das generell raue Klima und die Provinzialität aushalten mussten." Noch heute lebt Stahl in der Nähe von Limburg und pendelt täglich mit dem ICE nach Frankfurt. Er hob vielmehr hervor, dass Hachenburg für die Bundesbank eine "Erfolgsgeschichte" sei und die Hochschule für qualifizierten Nachwuchs stehe.

Statistik als Wachstumsfeld

Aber Stahl ging auch auf die gewachsene Bedeutung der Statistik ein, es handele sich um den "derzeit wachstumsstärksten Bereich". Das liege nicht zuletzt an der Finanzkrise, die eine rasant steigende Nachfrage nach Daten und Informationen ausgelöst habe. "Der Statistik wuchs dabei zu als zentraler Hub, Navigator und Dienstleister für verschiedene Nutzergruppen", erklärte der Diplom-Mathematiker. Er erklärte auch, worauf es für die Bundesbank der Analyse ihres Datenschatzes ankomme: "Wir müssen immer bewerten, wo für die Bundesbank wichtige Erkenntnisgewinne liegen und damit auch gerade die interne Analyse unterstützen."

So sattelfest Stahl auch in der Statistik ist, Ratschläge für die künftige Karriere wollte er den Hachenburg-Absolventen nicht mitgeben: "Ein Patentrezept kann ich nicht anbieten." Wichtig sei, Freude an der Arbeit zu entwickeln und Neugierde für neue Themen zu behalten. "Dann werden sich die Türen öffnen und Sie sollten den Mut haben, durch sie hindurch zu treten."

Nach oben